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Sieben unglaubliche Fakten über die Drake-Passage

Vielleicht glauben Sie ja auch, dass die Drake-Passage erstmals vom britischen Entdecker Sir Francis Drake befahren wurde. Die Wahrheit hinter dem etwas irreführenden Namen des Wasserwegs ist jedoch nur eine der vielen interessanten Fakten über die Drake-Passage.

Lesedauer 3 Minuten


Als eine Durchfahrt mit gigantischen Ausmaßen verbindet sie die Antarktis mit dem Rest der Welt und wurde von vielen der berühmtesten Entdecker durchquert.

Drake selbst hat die Wasserstraße nie befahren.

Zwar ist die Drake-Passage die kürzeste Strecke von der Antarktis zum Rest der Welt, doch Sir Francis Drake entschied sich für die weniger gefährliche, wenngleich bedeutend längere Magellan-Straße. Nichtsdestotrotz wurde dieser Teil des Meeres nach dem bekannten Weltumsegler benannt, als eines seiner Begleitschiffe nach dem Durchqueren der Magellan-Straße 1578 weit nach Süden abgetrieben wurde. Drake und seine Besatzung erkannten, dass es zwischen Atlantik und Pazifik möglicherweise eine Verbindung gab – ganz nebenbei hatten sie also das entdeckt, was später als Drake-Passage benannt wurde.

Der erste Mensch, der offiziell durch das Kabbelwasser der Drake-Passage segelte, war der Nordholländer Willem Schouten. Schouten durchquerte die Passage 1616, fast 40 Jahre nach Drakes erster Erkundungsfahrt in die Antarktis.

Die Drake-Passage ist unglaublich tief.

Dieser den Pazifik und den Atlantik verbindende Wasserweg ist stattliche 1.000 Kilometer breit, was ungefähr der Strecke von London nach Berlin entspricht. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 3.400 Meter, wobei man jedoch annimmt, dass der Meeresboden am südlichen und nördlichen Rand der Straße bis zu 4.800 Meter tief ist.

Die Lage ist das Entscheidende.

Die Lage der Drake-Passage ist für Antarktisreisende von besonderer Bedeutung. Sie reicht vom Kap Horn am südlichsten Zipfel Südamerikas bis zu den antarktischen Südlichen Shetland-Inseln, ist somit also die kürzestmögliche Route zum eisigen Kontinent.

Die Wind- und Wasserbedingungen sorgen für eine mitreißende Überfahrt.

Die Drake-Passage ist berühmt für hohen Wellengang, was das Durchfahren zu einem berauschenden Abenteuer machen kann, wenn man den Fußstapfen von Charles Darwin und der HMS Beagle folgt.

Durch den Zusammenfluss der beiden Weltmeere sind die klimatischen Bedingungen in dieser Region so turbulent: Im warmen Pazifik entstehende Sturmtiefs fegen in die Passage unterhalb des Kaps – vielleicht sehen Sie an Deck sogar eines mit eigenen Augen. Glücklicherweise ist die Strecke heute dank moderner Wettervorhersagen, fortschrittlicher Technologie und Konstruktionsverbesserungen bei Schiffen sicher für die Reisenden.

Wasser, Wasser, wohin das Auge reicht!

Das Wasser in der Passage ist alles andere als stehend: Es besitzt eine starke Strömung nach Osten und pro Sekunde wälzen sich schätzungsweise 96 bis 150 Millionen Kubikmeter Wasser hindurch. Oder anders ausgedrückt: Das ist etwa die 600-fache Wassermenge des Amazonas.

Der Übergang ins Südpolarmeer durch die Drake-Passage ist ein ritueller Übertritt.

Die Drake-Passage zu befahren, steht vermutlich auf der Wunschliste vieler unerschrockener Entdecker, die in diesem Teil der Welt auf der Suche nach Herausforderungen sind. Es ist garantiert ein Abenteuer, denn es gibt keine feste Zeit im Jahr, zu der man mit einer ruhigen Überfahrt rechnen kann. Moderne Schiffe müssen jedoch keinen Seegang scheuen.

Obwohl sie sich in einer der entlegensten Ecken der Weltmeere befindet, gehört die Drake-Passage einfach zur Erkundung des Kontinents Antarktika dazu. Und wenn Sie sich für das Passieren der Wasserstraße entscheiden, folgen Sie in den Fußstapfen vieler der größten Entdecker der Welt. Sie begegnen also der Geschichte und dem Abenteuer gleichermaßen.

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