Alaska Reiseführer

Alaska ist der perfekte Ort für ein Abenteuer. Wir bewegen uns generell abseits der ausgetretenen Pfade und besuchen die entlegensten Orte. Alaska ist nicht nur berühmt für seine atemberaubende Mischung aus beeindruckenden Fjorden, Eisbergen, Gletschern und tiefen Wäldern – sondern vor allem auch für die Tierwelt in dieser Region! Freuen Sie sich also auf eine sagenhafte Reise!

Lesedauer 7 Minuten


Brown Bears - Alaska

Alaska ist flächenmäßig betrachtet der größte Bundesstaat der USA. Es hat die meisten Gletscher der gesamten Nation, einschließlich des Hubbard-Gletschers. Dieser ist übrigens auch der größte Gezeitengletscher in ganz Nordamerika.Wenn Manhattan die gleiche Bevölkerungsdichte wie Alaska hätte, würden nur 28 Menschen auf der gesamten Insel leben. Dafür gäbe es dort allerdings eine ganze Menge Bären!

Wohin man auch kommt, es erwartet einen eine atemberaubende Szenerie aus spektakulären Bergen mit Wasserfällen, Bächen und Flüssen – und gelegentlich sogar Vulkanen. Die Küstenlinie ist übersät von charmanten Dörfern, verlassenen Städten oder auch geschäftigen Häfen. Alaska hat mit mehr als 14 Prozent auch eine höhere Dichte an indigenen Einwohnern als jeder andere Bundesstaat.

Alaska ist ein Land der endlosen Wildnis, aber überraschend zugänglich – besonders, wenn man mit dem Schiff hierherkommt.

Die beste Reisezeit

Die beste Zeit, um Alaska zu besuchen, ist im Sommer. Die Sommersaison ist kurz, aber die Temperaturen können bis zu 18 °C erreichen. Dieses relativ milde Klima verdankt Alaska seiner Nähe zum Meer. Die Sommermonate sind zugleich auch die trockensten Monate und die Sonne steht die meiste Zeit des Tages am Himmel.

Die Tierwelt Alaskas

In Alaska gibt es eine endlose Vielfalt an wildlebenden Tieren. Das Land ist ein Paradies für Vögel, Fische, Bären, Wale, Karibus, Elche, Hirsche, Wölfe und viele andere Arten. Und hier sind einige der Tiere, die wir hoffentlich während unserer Reise sehen werden:

Alaska ist das Land der Bären, denn alle Arten nordamerikanischer Bären sind hier zu finden: Grizzly-, Braun- und Schwarzbären. Im Norden ziehen Eisbären umher. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Bären sich den Besuchern zeigen, doch normalerweise geschieht dies aus einer sicheren Entfernung. Der Braunbär ist in den Küstengebieten weit verbreitet, im Inland werden diese Tiere jedoch als Grizzlybären bezeichnet. Sie sind deutlich durch ihren muskulösen Buckel zu erkennen, der ihnen unglaubliche Kraft verleiht. Grizzlies können sehr groß werden und ein Gewicht zwischen 360 und 540 Kilo erreichen.

Auf einer Expeditions-Seereise mit Hurtigruten können unsere Gäste von Deck aus Wale beobachten und ihnen manchmal sogar aus allernächster Nähe begegnen, wenn wir mit dem Kajak unterwegs sind. Insgesamt findet man neun verschiedene Arten in Alaska, aber die häufigsten sind Orcas und Buckelwale.

Der Orca, auch als Killerwal bezeichnet, ist ein geschickter Räuber mit einem abwechslungsreichen Speiseplan. Orcas leben in Gruppen oder Schulen und bleiben normalerweise ein Leben lang in dieser Familie. Jede Schule verständigt sich in ihrer eigenen Sprache in Form eines bestimmten Orca-„Dialekts“.

Buckelwale kommen in großer Anzahl nach Alaska, angelockt von dem reichhaltigen Nahrungsangebot, das das Meer hier zu bieten hat. Das Wasser ist voller Krill (ganz, ganz winzige Garnelen), der Lieblingsspeise des Buckelwals. Ein ausgewachsener Buckelwal kann eine Tonne pro Tag davon vertilgen. Das entspricht einem ziemlich großen Meeresfrüchte-Buffet!

Die endlos weiten, unberührten Naturgebiete Alaskas ziehen auch Vögel aus weit entfernten Regionen an und bieten insgesamt mehr als 500 Vogelarten wichtige Lebensräume, darunter vier verschiedenen Arten von Adlern. Darüber hinaus können Sie damit rechnen, verschiedene Spezies von GänsenEntenMöwen und Papageitauchern sowie unterschiedliche Taubenarten und Segler zu sichten. Sogar ganz winzige Kolibris gibt es hier! Zu den größeren Vögeln dieser Region zählen AlbatrossePelikaneFalken und natürlich der majestätische Adler.

Der männliche alaskische Elch wird nicht ohne Grund auch als „Riesenelch“ bezeichnet. Er kann eine Schulterhöhe von über 2,30 Metern erreichen, wiegt über 635 Kilo und ist die größte nordamerikanische Unterart der Elche. Der Elch ist normalerweise ein Einzelgänger und kommt mit anderen Elchen nur zur Paarungs- und Balzzeit in Kontakt. Elchbullen sind normalerweise nicht aggressiv, aber während der Paarungszeit im Herbst und im Winter können sie jedes andere Lebewesen angreifen, das ihren Weg kreuzt, einschließlich des Menschen. Das Karibu ist das Rentier Nordamerikas. Es ist das einzige Mitglied der Hirschfamilie, bei dem beiden Geschlechtern Geweihe wachsen. In Alaskas baumloser Tundra leben etwa 750.000 wilde Karibus, aufgeteilt in 32 bisher bekannte Herden. Diese gehen zusammen auf Wanderschaft und kehren jedes Jahr an denselben Ort zurück, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen und auf Nahrungssuche zu gehen. Die indigenen Gemeinschaften in Alaska haben seit Tausenden von Jahren eine enge Beziehung zu den Karibus und nutzen das eiweißreiche Fleisch sowie die Felle und Geweihe der Tiere.

Faszinierende Orte

St.-Paul-Insel und St.-Matthew-Insel

Hierbei handelt es sich um zwei entlegene Inseln im Beringmeer. Die St.-Paul-Insel ist ein Paradies für Vogelliebhaber, in dem Papageitaucher Seite an Seite mit Dreizehenmöwen leben. Zudem findet man hier die Hälfte der gesamten Pelzrobbenpopulation auf der Nordhalbkugel. Entdeckungsreisende, die wirklich die Einsamkeit suchen, sollten sich keinesfalls das Naturschutzgebiet auf der St.-Matthew-Insel entgehen lassen – wir werden während unserer Anlandung hier die einzigen Menschen auf der ganzen Insel sein.

Icy Bay

Sowohl die Icy Bay als auch der College Fjord bieten eine beeindruckende Gletscherlandschaft, in der Eis und Wald direkt aufeinandertreffen. Der College Fjord beherbergt fünf Gezeitengletscher, fünf größere Talgletscher und ein Dutzend kleinerer Gletscher. Er wurde 1899 im Rahmen der Harriman-Expedition entdeckt. Die beteiligten Professoren aus Harvard und Amherst benannten die Gletscher nach den Elite-Colleges an der Ostküste – wobei sie, wie es heißt, diebische Freude daran hatten, Princeton einfach auszulassen!

Wrangell

Dies ist nach Ansicht vieler das „wahre Alaska“ und eine der ältesten Inselstädte im gesamten Bundesstaat. Zahlreiche Felszeichnungen am Strand und moosbedeckte Totempfähle sind stumme Zeugen einer fernen Vergangenheit. Diese Stadt ist eine der ganz wenigen Städte, die bereits unter drei verschiedenen Flaggen existierten und schon von vier Nationen regiert wurden: Zunächst von den Tlingit und später von Russland, England und USA.

Misty Fjords

Dichte, immergrüne Regenwälder, Granitfelsen, die von Wasserfällen geziert werden, Gebirgsflüsse und Feuchtgebiete entlang der Küste sowie ein milchiger Nebel, der oftmals die Buchten überzieht – das spektakuläre Misty Fjords Monument ist ein Flickenteppich verschiedenster Naturwunder. Seinen Namen verdankt es den fast permanenten Niederschlägen in dieser Region und die umliegenden Berge sind von dichtem Regenwald bedeckt. Die Misty Fjords bilden das zweitgrößte Wildnisgebiet in Alaska.

Erlebnisse

In Alaska haben Sie die Möglichkeit, spannende Landausflüge zu unternehmen. Dank unserer relativ kleinen Schiffe kommen wir viel näher und dichter an unsere Reiseziele heran als andere größere Schiffe. Sie können auch die weniger frequentierten Orte entlang der Küste besuchen, was für einzigartige Reiseerfahrungen sorgt. So können wir zum Beispiel entlang der Küste Anlandungen in Waldgebieten vornehmen, um nach Wildtieren Ausschau zu halten, verlassene Städte erkunden und kleine, aber lebhafte Fischerdörfer besuchen.

Alaska ist genau das richtige Land für alle, die die Wildnis lieben. Hier können Sie die lokale Tierwelt in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Eine Kajakfahrt inmitten von Eisbergen oder vielleicht sogar in der unmittelbaren Nähe eines Wals ist eine lebensverändernde Erfahrung. Und während einer Wanderung inmitten dieser spektakulären Umgebung werden Sie sich selbst wie ein Teil dieser endlos weiten Natur fühlen.

Um Ihnen ein tieferes Wissen und Verständnis über die Region und ihre Tierwelt zu vermitteln und eine intensivere Reiseerfahrung zu ermöglichen, stehen das Science Center und das Expeditionsteam jederzeit für Sie bereit. Sie können an Anlandungen und Ausflügen teilnehmen, um die Natur, die Tierwelt und die Kultur Alaskas wirklich hautnah zu erleben. Das Science Center ist das Herzstück unseres Schiffes. Hier halten die Mitglieder des Wissenschaftsteams Vorträge und veranstalten lehrreiche Workshops und Präsentationen, um ihr umfangreiches Wissen mit Ihnen zu teilen.

Falls Sie sich für das norwegische Kulturerbe interessieren und den Norwegischen Verfassungstag einmal auf wirklich spektakuläre Art und Weise begehen möchten, haben wir die perfekte Lösung für Sie. Am 17. Mai verbringen wir einen ganzen Tag in Petersburg. Die kleine Stadt wurde nach dem norwegischen Einwanderer Peter Buschmann benannt, der sich dort im 19. Jahrhundert niederließ und vor Ort ein Sägewerk, eine Konservenfabrik, mehrere Docks und weitere Bauwerke errichtete. Die Stadt zog hauptsächlich skandinavische Einwanderer an, was ihr den liebevollen Spitznamen „Little Norway“ (kleines Norwegen) einbrachte. Während sich in Norwegen selbst die Feierlichkeiten auf den 17. Mai beschränken, dauert das „Mayfest“ in Petersburg ein ganzes Wochenende mit vier vollen Festtagen.

Alaska ist wirklich der perfekte Ort, um in die Natur einzutauchen und ein ganz neues Lebensgefühl zu entwickeln. Worauf warten Sie also noch?