10 faszinierende Fakten über die Antarktis

Die Antarktis unterscheidet sich so stark vom Rest der Erde, dass man sich fast wie auf einem fremden Planeten fühlt. Hier sind einige Merkmale, die die Antarktis zu einem so besonderen Ort machen.

Lesedauer 5 Minuten


Die Antarktis unterscheidet sich so stark vom Rest der Erde, dass man sich fast wie auf einem fremden Planeten fühlt. Hier sind einige Merkmale, die die Antarktis zu einem so besonderen Ort machen.

1. Wirklich dickes Eis

Eine der faszinierendsten Tatsachen über die Antarktis ist, dass es sich um eine Landmasse handelt. Die Entdecker, die zum Nordpol fuhren, bewegten sich immer nur auf mal dünnem, mal dickem Eis – doch die Entdecker des Südpols hatten einen festeren Untergrund. In Teilen der Antarktis befindet sich das Land selbst aber in großer Tiefe – bedeckt von Eis, das mehrere Kilometer dick sein kann.

2. Reichtum an Ressourcen 

Die größten Süßwasserreserven der Erde stecken im Eis der Antarktis. Auf dem eisbedeckten Kontinent befinden sich rund 70 Prozent des auf der Erde verfügbaren Trinkwassers. Dies ist einer der vielen Gründe dafür, dass die Eiskappe eine so wertvolle Ressource ist – wenn das Eis schmilzt, vermischt es sich mit dem umliegenden Meerwasser. Entsalzung – Prozess, Süßwasser aus Salzwasser zu gewinnen – ist so schwierig, dass sie kaum im großen Maßstab durchgeführt werden kann. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, das Süßwasser abgetrennt und sicher zu halten.

3. Verborgene Seen

In der Antarktis gibt es einen geheimen See – oder besser viele geheime Seen. Wissenschaftler haben Bohrungen durch das dicke Gletschereis durchgeführt, die auf der Antarktis lasten, und haben darunter flüssige Seen entdeckt. Und was besonders spannend ist: Diese Seen stecken voll mikroskopischem Leben. Die Forscher können Wasserproben nutzen, um zu erfahren, wie diese winzig kleinen Lebewesen in einer so harten Umgebung überleben. Dies könnte den Forschern einen Eindruck davon geben, wie Lebewesen auf anderen Planeten überleben können – etwa unter dem Eis, das man auf dem Mars entdeckt hat.

4. Massive Gebirge

Eine riesige Gebirgskette trennt die Antarktis in eine östliche und eine westliche Region. Die Gebirgskette ist eine der längsten der Erde und erstreckt sich über rund 4.800 Kilometer. Viele dieser Berge sind unter Eis und Schnee begraben, doch einige Gipfel sind so steil, dass sie schneefrei sind.

5. Sehr viel Forschung

Obwohl es keine dauerhaften Bewohner in der Antarktis gibt, halten sich hier doch das ganze Jahr hindurch Menschen auf. Die Isolation und das harte Klima des Kontinents, die ihn so schwer bewohnbar machen, machen ihn perfekt für Forschungsprojekte aller Art. Die Forscher halten sich in den Basen in der Antarktis auf und erforschen Leben, Geographie und Temperatur des Kontinents. Er ist auch ein wichtiger Standort für Astronomen – die klare Atmosphäre und die fast dauerhafte Dunkelheit im Winter sind ideal für Sternengucker.

Wieso Sie in die Antarktis reisen sollten

6. Mitternachtssonne und permanente Dunkelheit

Wenn Sie in die Antarktis reisen, werden Sie eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeit der Welt sehen: die Mitternachtssonne. Südlich des Polarkreises gibt es einen mehrwöchigen oder mehrmonatigen Zeitraum, in dem die Sonne nicht untergeht. Der Sommer am Südpol ist dauerhaft hell, so dass Sie noch um Mitternacht im Freien lesen können, wenn Sie möchten.Die Forscher, die sich das ganze Jahr hier aufhalten, erleben auch das genaue Gegenteil – die stockfinstere Polarnacht. Touristen können dieses Phänomen aber nur im hohen Norden in der Arktis beobachten, weil die Touristensaison in der Antarktis am Ausgang des Sommers endet.

7. Wind

Die Geographie der Antarktis und das ganz besondere Klima sorgen für eine ganz besondere Art von Winden, die karabatischen Winde. Diese Winde bilden sich, wenn Luft sich an Abhängen abwärts bewegt. In der Antarktis grenzt die Gebirgskette an weite, flache Ebenen, was dramatische Winde schafft. Einige der höchsten Windgeschwindigkeiten aller Zeiten sind auf dem südlichsten Kontinent gemessen worden. Den Weltrekord bei der Windgeschwindigkeit teilen sich die Forschungsstation Dumont d‘Urville und der Mount Washington im US-Bundesstaat New Hampshire, wo jeweils Windgeschwindigkeiten von 372 km/h gemessen wurden.

8. Vulkanische Aktivität

In der Antarktis gibt es sehr viele erloschene Vulkane, aber auch zwei aktive. Einer davon befindet sich auf der Deception Island und ist ein sehr interessanter und seltener Vulkantyp. Er liegt unter dem Eis der Antarktis und erzeugt unter dem Eis Eruptionen. Der andere Vulkan in der Antarktis, der Mount Erebus, ist ein wahres Bild von einem Vulkan. Der aktivste Vulkan des Kontinents sieht aus wie ein zum Leben erwachtes wissenschaftliches Experiment. Der Mount Erebus ist einer der wenigen Vulkane auf der Erde, in dessen Krater sich ein dauerhafter See aus geschmolzener Lava befindet.

9. Megadünen

Satellitenfotos von der Antarktis haben ein faszinierendes Phänomen auf der Oberfläche gezeigt, das „Megadünen“ genannt wird. Dies sind wellenförmige Formationen in der gefrorenen Oberfläche, die flach und ungeheuer lang sind. Das Resultat ist, dass Teile der Antarktis, von oben betrachtet, ein gestreiftes Muster haben. Das Interessante an diesen Dünen ist, dass sie von Land aus kaum wahrzunehmen sind – obwohl sie große Teile der Oberfläche einnehmen, sind die Neigungen selbst so sanft, dass sie kaum wahrnehmbar sind.

10. Meteoriten

Wenn Sie gern einmal nach Meteoriten suchen möchten, dann sollten Sie in die Antarktis fahren. Der Kontinent gilt als perfekter Ort, um herabgestürzte Gesteinsbrocken aus dem Weltall zu finden. Zwei Merkmale der Antarktis machen sie so anziehend für Meteoritenfans: die weite Ausdehnung und die Eisdrift. In der monochromen Landschaft stechen die dunklen Gesteinsbrocken deutlich hervor, und die Eisdrift sorgt dafür, dass sie sich alle in derselben Region ansammeln. Deshalb lassen sich diese Fundstücke aus dem All relativ leicht finden.

Weitere interessante Artikel